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Stefan Bosch-Faerber

Guerilla Marketing: Her mit der Aufmerksamkeit!

Menschen sind jeden Tag Unmengen an Werbebotschaften ausgesetzt - der pure Overkill. Schätzungen sprechen von zehntausenden Werbebotschaften pro Woche. Wer hier als Unternehmen nicht auffällt, geht sehr leicht in der schieren Masse unter. Platte Werbebotschaften sind heute nicht mehr wirksam. Mit Guerilla Marketing können Unternehmen aber herausstechen.

Wenn klassisches Marketing nicht mehr reicht.
Viele Unternehmen jeder Größe stehen vor dem Problem, von zu wenigen potentiellen Kunden wahrgenommen zu werden. Das Gehirn sortiert bei zu vielen ankommenden Reizen nämlich großzügig aus und jede Botschaft, die nicht berührt und Emotionen weckt, landet im Nirvana. Jetzt müssen Unternehmen also die schweren Geschütze auffahren. Mit originellem Denken und einer Menge Einfallsreichtum kann Guerilla Marketing große mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen - und das mit vergleichsweise kleinem Budget. Denn im Grunde kann Guerilla Marketing in völlig verschiedenen Formen auftreten - klammert allerdings (teure) klassische Print- und Fernsehmedien aus. 

Mut zum Risiko.
Dabei ist Guerilla Marketing immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Eventuell werden Guerilla-Aktionen als störend oder zu provokativ aufgefasst - gerade weil diese Marketingmethode auf Interaktion setzt. Auch in dem Fall wird man als Unternehmen von der Öffentlichkeit bemerkt, allerdings mit einem negativen Effekt. Die Mischung macht es: Guerilla Marketing muss unkonventionell und unerwartet bleiben, ohne den Bogen zu überspannen. Wer sich das als Unternehmen nicht zutraut, lässt es lieber direkt. 

Das ultimative Ziel: Sich im Kopf des Kunden verankern.
Jedes Unternehmen will mit seinen Marketing-Aktionen Aufmerksamkeit erzielen. Da Guerilla Marketing potentielle Kunden dazu anregt, selbst etwas zu tun - also eine interaktive Komponente enthält - klappt dies besonders gut. Grundvoraussetzung ist allerdings, kreativ zu sein, um positive Emotionen hervorzurufen. Guerilla Marketing findet in der realen Welt statt, erhält mit Glück durch die digitale Welt aber eine zusätzliche Komponente. Kommt eine Aktion gut an, ist es so gut wie sicher, dass sie sich nicht nur durch Mundpropaganda, sondern auch durch soziale Medien weiter verbreitet und dort noch mehr Menschen erreicht - viraler Content ist geboren, der seinen Ursprung im Guerilla Marketing hat.

Interessante Beispiele für gelungenes Guerilla Marketing gibt es viele. So nutzen bereits mehrere Unternehmen Crosswalk Advertising. Diesel stellte Passanten eine Jeans in Aussicht, wenn sie diese aus einem Eisblock befreien. Und die Universal Studios Hollywood bewarben ihre neue Attraktion King Kong 3D mit riesigen Guerilla Fußspuren am Strand.

Guerilla Marketing ist eine Chance.
Unternehmen sollten Guerilla Marketing auf jeden Fall in Betracht ziehen, wenn sie eine kreative Werbemethode suchen. Wenn eine Marke, ein Produkt, oder eine Dienstleistung dort beworben wird, wo es potentielle Kunden nicht erwarten, können sich Unternehmen von der Konkurrenz abheben. 

Im Idealfall verbreitet sich Guerilla Marketing viral im Netz, sind Aktionen jedoch zu gewagt, oder passen nicht zur Marke, entsteht genau so schnell ein Shitstorm. Guerilla Marketing ist kein Schnellschuss - es muss gut durchdacht sein! Es gilt: Emotionen wecken, um im Gedächtnis zu bleiben! Sonst wird man im täglichen Werbestrom direkt wieder aussortiert - die Marketing-Aktion verpufft im Nichts.

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