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Stefan Bosch-Faerber

"Fass mich nicht an!" Nimmt Spracherkennung die nächste Stufe?

Digitale Sprachassistenten werden von einigen Unternehmen entwickelt. Das klare Ziel: Sprachgesteuerte, intelligente Assistenten in unseren Alltag integrieren. 2011 begann Apple mit Siri - der Mutter aller Sprachassistenten für den Endkunden - im iPhone 4S. Mittlerweile gesellen sich einige andere Assistenten hinzu: So zum Beispiel Google Now, Microsofts Cortana und nicht zu vergessen Amazons Alexa.

Gerade letztere steht momentan stark im Fokus der Öffentlichkeit. Alexa ist zwar nicht schlauer als die anderen KIs (Künstliche Intelligenz), trotzdem ist ihre Verbreitung bereits beeindruckend und der Verkaufsstart vom (Alexa-)Echo in Deutschland wurde medial aufmerksam begleitet. Alexa ist mit dem Echo DER Sprachassistent für die Wohnung. Die anderen bleiben hingegen eher in ihrer Nische. 

Da staunen Siri und Cortana: Alexa ist überall!
Was bisher keine andere KI geschafft hat: Geräte von Dritt-Unternehmen zu bevölkern. Alexa hingegen wird von diversen Herstellern ohne eigene KI gern genutzt. Und auch für den Echo bieten viele Unternehmen schon jetzt eine passende Schnittstelle an, ermöglichen es Musik abzuspielen, Nachrichten zu finden, oder ein Taxi zu bestellen. Und so wird der vermutlich ein großer Trend weiter befeuert: Voice Search. 

Datenschutz? Die Euphorie überwiegt.
Die technische Entwicklung der letzten Jahre sorgt jetzt dafür, dass Spracherkennung ganz gut funk­tioniert. Alltägliche Aufgaben stellen die KIs vor keine großen Probleme mehr. Für den Kunden ist dies in erster Linie eines: sehr komfortabel. Dabei schwingt natürlich trotzdem das Thema Datenschutz mit, da die Befehle nicht lokal verarbeitet werden, sondern auf den jeweiligen Servern der Unternehmen. Theoretisch kann also Amazon seinen Kunden Angebote unterbreiten, die so maßgeschneidert wie nie zuvor sind - weil das Unternehmen genau weiß, was zu Hause abgeht. Der gläserne Kunde wird Realität. Ob sich ein digitaler Assistent trotzdem für einen persönlich lohnt, kann jeder selbst entscheiden. Momentan herrscht aber mehr die Euphorie über die neuen Möglichkeiten - selbst bei den datenschutzliebenden Deutschen.

Unternehmen bietet sich mit Voice Search eine neue Chance, Kunden zu erreichen.
Hierzulande sind einige Unternehmen bereits auf den Voice-Search-Zug aufgesprungen: Die Taxi-App Mytaxi zeigte sich bereits bei der Apple Watch experimentierfreudig und nutzt daher auch die Skills von Amazon Echo. Ziel ist es, Taxibestellungen weiter zu vereinfachen. Und die Daimler-Tochter zeigt sich bereits nach wenigen Wochen zufrieden. Man verzeichne „täglich Bestellungen“, so ein Sprecher des Unternehmens. In Zukunft soll per Sprachbefehl noch mehr möglich werden, etwa eine Taxibestellung für die nächsten Tage.

Auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben bereits positive Erfahrungen mit Amazon Echo gemacht. Hier werden besonders Fahrplanauskünfte bzw. konkrete Abfahrtszeiten abgefragt. Und Tagesschau, Bild, Spiegel Online und Heise zieht Alexa als Quelle heran, wenn Nutzer nach den Nachrichten des Tages fragen. 

Sprachassistenten im Alltag - vielleicht schneller als wir denken.
Obwohl es Sprachassistenten bereits seit einigen Jahren gibt, waren diese bisher mehr eine Spielerei. Einen konkreten Nutzervorteil gab es selten. Doch jetzt geht Amazon mit Alexa in die vollen, dringt via Echo und unzähliger Drittanbieter-Gadgets in den Alltag seiner Kunden vor und schafft es tatsächlich, nützliche Funktionen bereitzustellen. Für Unternehmen, die nach innovativen Wegen suchen, ihre (und neue) Kunden zu erreichen, bedeutet dies: Augen und Ohren offen halten! Noch ist der Markt klein, doch Amazon könnte es in kürzester Zeit schaffen, Sprachassistenten zu einem echten Teil des Alltags zu machen. 

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